KI auf dem Bau: Was 40 Fachleute an der InnoBau 2026 erlebt haben

Roger Thalmann
May 16, 2026
6
Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Am 7. Mai 2026 durften wir an der InnoBau von Abt Holzbau AG einen Workshop zu praxisnahen KI-Anwendungen in der Baubranche abhalten. Über 40 Fachleute – Architekten, Schreiner, Gipser, Bauplaner und mehr – erlebten live, wie KI bereits heute konkrete Probleme auf dem Bau löst: von automatisierten Protokollen über Baureglement-Agenten bis hin zum Offerten-Vergleich. Die Reaktion war eindeutig: Das Interesse ist da. Und der richtige Moment, auf KI zu setzen, ist jetzt.

Centry Labs hat an der InnoBau gezeigt, was Künstliche Intelligenz in der Baubranche heute schon leistet und wo es einen echten Mehrwert bietet. Keine Theorie, sondern konkrete KI-Anwendungen aus Planung, Ausführung und Projektorganisation. Das Publikum war sofort drin, die Demo Sessions haben inspiriert. Wer das Thema KI im Baugewerbe praxisnah angehen will, ist bei Centry Labs richtig.

Daniel Abt, Geschäftsführer, eidg. dipl. Holzbau-Meister, Abt Holzbau AG

KI auf dem Bau – in Zahlen

Was eine Harvard-Studie und der Abend an der InnoBau 2026 gezeigt haben:

776

Mitarbeitende von Procter & Gamble nahmen an der Harvard-Studie teil – und zeigten: KI-Nutzende erbrachten die Leistung von Zweierteams.

40+

Fachleute aus der Baubranche nahmen an der InnoBau 2026 teil – Architekten, Schreiner, Gipser, Bauplaner, Sanitärfachleute und mehr.

4

Praxisnahe KI-Agenten wurden live demonstriert: Protokoll, Baureglement, Offerten-Vergleich und Nachtrag.

Eindrücke von der InnoBau 2026

Ein Abend voller Austausch, Live-Demos und echten Gesprächen – bei Abt Holzbau AG in Baar.

KI auf dem Bau: Was 40 Fachleute an der InnoBau 2026 erlebt haben

Am 7. Mai 2026 lud Daniel Abt von der Abt Holzbau AG zur InnoBau 2026 ein – einem Abend, der Innovationen in den Mittelpunkt stellte. Vier Workshops, vier Themen, über 40 Teilnehmende aus der ganzen Baubranche. Wir von Centry Labs durften dabei sein und einen Workshop zu praxisnahen KI-Anwendungen abhalten.

Was wir mitgenommen haben: Die Baubranche ist bereit. Vielleicht bereiter, als viele denken.

Der Abend im Überblick

Die Teilnehmenden – Architekten, Schreiner, Gipser, Bauplaner, Sanitärfachleute und weitere – rotierten in vier Gruppen durch die Workshops. Neben uns waren Beekeeper by LumApps, Lehmit und Swissgaranta mit dabei. Jeder Workshop brachte eine andere Perspektive auf das Bauen von morgen.

Unser Thema: Wie können wir KI in unserem Alltag effizient nutzen?

Keine Theorie. Keine Folien voller Buzzwords. Stattdessen: Live-Demos, konkrete Anwendungsfälle, echte Fragen aus dem Berufsalltag.

Was die Baubranche wirklich beschäftigt

Bevor wir in die Demos einstiegen, haben wir eine Frage in den Raum gestellt: Stellt euch vor, ihr hättet unlimitierte Ressourcen. Das talentierteste Team der Welt. Immer fokussiert. Immer bereit.

Das ist kein Gedankenexperiment mehr. Das ist die Gegenwart.

Eine Harvard-Studie mit 776 Mitarbeitenden von Procter & Gamble zeigt: Einzelpersonen, die KI nutzten, erbrachten eine Leistung, die mit der von Zweierteams vergleichbar war. Gleichzeitig stieg die Arbeitsqualität, die Produktivität nahm zu – und Wissens-Silos wurden abgebaut.

Für eine Branche, die seit Jahren mit Fachkräftemangel kämpft, ist das keine Randnotiz. Das ist ein Gameplan.

Drei Rollen – ein neues Arbeitsmodell

Wir haben den Teilnehmenden ein einfaches Modell mitgegeben, das zeigt, wie KI die Arbeit auf dem Bau verändert – nicht ersetzt:

  • Nur Mensch: Finale Entscheidungen, Stakeholder-Kommunikation, Verhandlungen
  • Mensch und KI gemeinsam: Lösungsoptionen entwickeln, Status Reports erstellen, Planungsszenarien durchdenken
  • Nur KI: Protokolle, Marktanalysen, Follow-ups, Lessons Learned

Das Ziel ist nicht, Menschen zu ersetzen. Es geht darum, den Kopf freizubekommen für das, was wirklich zählt.

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Roger Thalmann
Managing Partner
Verlauf im Dunkelblau bis Lila mit einem subtilen, gepunkteten Wellenmuster im Hintergrund.

Vier KI-Agenten, die auf dem Bau sofort wirken

Im Zentrum unseres Workshops standen vier konkrete Anwendungsfälle – alle live demonstriert, alle direkt auf die Realität der Baubranche zugeschnitten.

Protokoll-Agent

Baustellensitzungen, Planungsmeetings, Telefonate – alles wird gesprochen, vieles geht verloren. Der KI-Agent hört zu, transkribiert (auch Schweizerdeutsch) und liefert das fertige Protokoll inklusive Aufgaben, bevor alle den Raum verlassen haben.

Baureglement-Agent

Baureglemente sind kantonal fragmentiert, komplex und voller Ermessensspielraum. Der Agent kennt das Reglement jeder Gemeinde, beantwortet Fragen in Sekunden mit Quellenangabe, identifiziert gesetzlichen Spielraum und erstellt Begründungstexte direkt für das Baugesuch. Teure Beratungsstunden lassen sich so gezielt reduzieren.

Offerten-Vergleichs-Agent

Drei Lieferantenofferten, unterschiedliche Konditionen, versteckte Klauseln. Der Agent vergleicht strukturiert, deckt Risikopositionen auf, bewertet Gesamtkosten über den Projektzeitraum – und erstellt eine Entscheidungsmatrix auf Knopfdruck.

Nachtrags-Agent

Nachträge sind bares Geld. Aber nur, wenn sie richtig begründet und professionell kommuniziert werden. Der Agent analysiert die Ausgangssituation, zieht SIA-Normen heran, berechnet Mehrkosten strukturiert und erstellt das vollständige Nachtragsdokument – inklusive Argumentation, die die Durchsetzungsquote erhöht.

Die Reaktion: Interesse, das man spürt

Was uns besonders gefreut hat: Die Diskussionen nach den Workshops waren lebendig. Konstruktive Fragen, echte Neugier, kein Skeptizismus um des Skeptizismus willen. Man merkte, dass die Teilnehmenden nicht nur zuhörten – sie dachten bereits mit, wo KI in ihrem Alltag ansetzen könnte.

Als kleines Goodie gaben wir allen die Möglichkeit, ihr Unternehmen einem KI-Readiness-Check zu unterziehen. Das Angebot wurde reichlich genutzt.

Was wir mitnehmen

KI-Transformation ist wie eine Haussanierung. Man fängt nicht überall gleichzeitig an. Man schaut, wo der grösste Handlungsbedarf ist, plant strukturiert – und setzt dann um.

Unternehmen, die heute in KI investieren, kaufen sich nicht nur Effizienz. Sie kaufen sich Zukunftsfähigkeit.

Der Abend klang bei einem feinen Apéro aus. Wir bedanken uns herzlich bei Daniel Abt und dem Team von Abt Holzbau AG für die Organisation und die Einladung – und bei allen Teilnehmenden für die offenen Gespräche und das echte Interesse.

Wir freuen uns auf das nächste Mal.

Roger Thalmann
Managing Partner
Roger begleitet KMU und öffentliche Organisationen bei der pragmatischen Umsetzung ihrer Digitalstrategie. Als Mitgründer von Centry Labs liegt sein Fokus auf Prozessdigitalisierung, operativer Effizienz und der Einführung von KI als Enabler. Mit über 12 Jahren Führungserfahrung im Marketing und Operations übersetzt er komplexe Transformationen in greifbare Resultate, die Organisationen nachhaltig stärken.

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