Der Wunsch nach KI – und das, was im Alltag oft fehlt
Vielleicht kennst du das: Im Team entsteht die Idee für einen Chatbot. Oder ein Lieferant erzählt begeistert von automatisierten Prognosen. Und plötzlich steht im Raum: „Sowas brauchen wir auch.“
Der Gedanke ist reizvoll. KI klingt nach Entlastung. Nach Zukunft. Nach einem Schritt, den man jetzt einfach machen sollte.
Doch die Realität in vielen KMU sieht anders aus: Prozesse laufen halb digital, halb auf Papier. Daten liegen in verschiedenen Systemen. Mitarbeitende arbeiten mit Workarounds, die niemand so richtig kennt. Und irgendwann merkt man: „Für KI fehlt uns gerade der Boden unter den Füssen.“
Warum entsteht diese Lücke?
1. Der Alltag lässt wenig Luft
Die meisten KMU stemmen Digitalisierung nebenbei. Es fehlt weder an Willen noch an Ideen – sondern schlicht an Zeit.
2. Projekte ohne roten Faden
Viele Unternehmen digitalisieren einzelne Bereiche, aber ohne gemeinsame Richtung. Was heute sinnvoll wirkt, passt morgen nicht mehr zusammen.
3. Die Erwartung, „dran bleiben“ zu müssen
Der KI–Hype setzt unter Druck. Man möchte nicht zu spät kommen. Doch ohne Basis kippt die Euphorie schnell in Frust.
Was heisst digitale Transformation wirklich?
Digitale Transformation bedeutet nicht, sofort das nächste System einzukaufen. Sondern zuerst Klarheit zu schaffen.
Prozesse klären
Welche Schritte laufen täglich? Wo entstehen Wartezeiten oder Doppelarbeiten? Ein sauberer Prozess spart mehr Zeit als jeder Algorithmus.
Technische Basis auf Vordermann bringen
Daten, die gepflegt sind. Systeme, die miteinander sprechen. Ein Webauftritt, der gefunden wird. Das klingt unspektakulär, wirkt aber enorm.
Menschen mitnehmen
Ohne das Team geht gar nichts. Schulungen, klare Rollen und offene Gespräche machen den grössten Unterschied.
Geschäft neu denken dürfen
Digitale Transformation heisst auch: Was können wir unseren Kundinnen und Kunden in Zukunft bieten, das heute noch nicht möglich ist?











