Warum viele KMU von KI träumen – aber zuerst ihre digitale Basis stärken sollten

Roger Thalmann
November 25, 2025
3
Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Viele KMU wollen KI einsetzen, merken aber schnell: Ohne digitale Basis bleibt KI ein Experiment. Prozesse, Daten und Systeme sind oft lückenhaft, weil der Alltag wenig Raum für Strategie lässt und der KI-Hype Druck erzeugt. Wer zuerst Abläufe klärt, Infrastruktur stärkt und das Team mitnimmt, spart später Zeit und reduziert Risiken. Mit dieser Grundlage wird KI nicht zum Spielzeug, sondern zu einem echten Hebel für den Betrieb.

Der Wunsch nach KI – und das, was im Alltag oft fehlt

Vielleicht kennst du das: Im Team entsteht die Idee für einen Chatbot. Oder ein Lieferant erzählt begeistert von automatisierten Prognosen. Und plötzlich steht im Raum: „Sowas brauchen wir auch.“

Der Gedanke ist reizvoll. KI klingt nach Entlastung. Nach Zukunft. Nach einem Schritt, den man jetzt einfach machen sollte.

Doch die Realität in vielen KMU sieht anders aus: Prozesse laufen halb digital, halb auf Papier. Daten liegen in verschiedenen Systemen. Mitarbeitende arbeiten mit Workarounds, die niemand so richtig kennt. Und irgendwann merkt man: „Für KI fehlt uns gerade der Boden unter den Füssen.“

Warum entsteht diese Lücke?

1. Der Alltag lässt wenig Luft

Die meisten KMU stemmen Digitalisierung nebenbei. Es fehlt weder an Willen noch an Ideen – sondern schlicht an Zeit.

2. Projekte ohne roten Faden

Viele Unternehmen digitalisieren einzelne Bereiche, aber ohne gemeinsame Richtung. Was heute sinnvoll wirkt, passt morgen nicht mehr zusammen.

3. Die Erwartung, „dran bleiben“ zu müssen

Der KI–Hype setzt unter Druck. Man möchte nicht zu spät kommen. Doch ohne Basis kippt die Euphorie schnell in Frust.

Was heisst digitale Transformation wirklich?

Digitale Transformation bedeutet nicht, sofort das nächste System einzukaufen. Sondern zuerst Klarheit zu schaffen.

Prozesse klären

Welche Schritte laufen täglich? Wo entstehen Wartezeiten oder Doppelarbeiten? Ein sauberer Prozess spart mehr Zeit als jeder Algorithmus.

Technische Basis auf Vordermann bringen

Daten, die gepflegt sind. Systeme, die miteinander sprechen. Ein Webauftritt, der gefunden wird. Das klingt unspektakulär, wirkt aber enorm.

Menschen mitnehmen

Ohne das Team geht gar nichts. Schulungen, klare Rollen und offene Gespräche machen den grössten Unterschied.

Geschäft neu denken dürfen

Digitale Transformation heisst auch: Was können wir unseren Kundinnen und Kunden in Zukunft bieten, das heute noch nicht möglich ist?

Erst Klarheit, dann KI:

Lass uns gemeinsam prüfen, wo KI bei dir heute schon Wirkung bringen kann.

Roger Thalmann
Managing Partner
Verlauf im Dunkelblau bis Lila mit einem subtilen, gepunkteten Wellenmuster im Hintergrund.

Warum lohnt sich dieser Weg – bevor KI kommt?

Mehr Ruhe im Betrieb

Wenn Abläufe rund laufen, sinkt die Fehlerquote. Entscheidungen werden einfacher. Probleme tauchen früher auf.

Weniger Risiko bei KI–Projekten

Saubere Daten und klare Strukturen erhöhen die Chance, dass KI später nicht nur „nice to have“ ist, sondern wirklich hilft.

Bessere Skalierung

Wer zuerst die Basis stärkt, spart sich später teure Anpassungen.

Wie starten KMU sinnvoll?

1. Digital-Check

Wo stehen wir eigentlich? Ein ehrlicher Blick von aussen oder eine interne Standortbestimmung wirkt oft klärender als jede Softwaredemo.

2. Kleine Schritte statt grosser Würfe

Welche Massnahme bringt in den nächsten Wochen spürbare Entlastung? Nicht alles muss ein Projekt sein.

3. Eine klare Richtung festlegen

Ein kurzer Plan reicht: Was wollen wir erreichen? Wer ist verantwortlich? Welches Budget steht zur Verfügung?

4. Kleine KI–Tests – wenn der Boden stimmt

Nicht gleich alles automatisieren. Erst dort starten, wo Daten sauber sind und der Prozess klar definiert ist.

5. Lernen als Routine

Digitale Transformation passiert nicht an einem Tag. Aber sie wird leichter, wenn das Team regelmässig reflektiert und Neues ausprobiert.

Typische Stolperfallen

– Ohne Strategie loslaufen – und später feststellen, dass Systeme nicht zusammenpassen.

– Zu stark auf Tools fokussieren – und vergessen, dass Menschen damit arbeiten müssen.

– Alles gleichzeitig wollen – und das Team unnötig überlasten.

– Zu lange warten – während Kundinnen und Kunden längst digitale Services erwarten.

Ein Beispiel: Nur ein sehr kleiner Teil der KMU bietet Onlinebuchungen an, obwohl viele Menschen genau das wollen. Diese Lücke zeigt, wie schnell Erwartungen steigen.

Fazit

KI kann viel bewirken. Doch ohne digitale Basis bleibt sie ein schöner Gedanke. Die Unternehmen, die zuerst ihre Abläufe, Daten und Teams stärken, holen später deutlich mehr aus KI heraus. Es ist wie beim Hausbau: Erst das Fundament, dann der Ausbau.

Roger Thalmann
Managing Partner
Roger begleitet KMU und öffentliche Organisationen bei der pragmatischen Umsetzung ihrer Digitalstrategie. Als Mitgründer von Centry Labs liegt sein Fokus auf Prozessdigitalisierung, operativer Effizienz und der Einführung von KI als Enabler. Mit über 12 Jahren Führungserfahrung im Marketing und Operations übersetzt er komplexe Transformationen in greifbare Resultate, die Organisationen nachhaltig stärken.

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