Warum die ersten Schritte oft die schwersten sind
Viele KMU wissen, dass Digitalisierung wichtig ist. Doch der Moment, in dem du entscheiden musst, wo du beginnst, fühlt sich schnell an wie ein Berg.
Zu viele Themen, zu wenig Zeit, kein eigenes Digitalteam und die Angst, Geld in ein Projekt zu stecken, das am Ende nichts bringt.
Die gute Nachricht: Du musst nicht alles auf einmal lösen. Aber du brauchst Orientierung. Und genau hier startet die eigentliche Transformation.
1. Der Startpunkt: Verstehen, wo du heute stehst
Eine digitale Strategie hat nur dann Wirkung, wenn sie zur Realität deines Unternehmens passt. Deshalb beginnt jeder sinnvolle Transformationsprozess mit einem ehrlichen Blick auf den aktuellen digitalen Reifegrad.
Digitale Reife: Wie weit bist du?
Mit einer Maturitätsanalyse, etwa via Digital Strategy Check, schaffst du ein gemeinsames Bild:
- Was funktioniert heute gut?
- Wo gibt es Engpässe?
- Welche Chancen bleiben ungenutzt?
Das klingt simpel, ist aber oft der entscheidende Moment, in dem Geschäftsleitung und Team zum ersten Mal dieselbe Landkarte sehen.
Der Fokus: Worum geht es dir wirklich?
Nach dem Reifegrad kommt die Weichenstellung. Und diese Entscheidung beeinflusst alles, was danach folgt:
1. Digitalisierung:
Du willst Abläufe stabilisieren, Transparenz schaffen und Kosten senken.
Ideal, wenn Prozesse ruckeln oder die Administration viel Zeit frisst.
2. Einzelinitiativen:
Du reagierst gezielt auf eine Herausforderung, etwa ein Kundenportal oder Cloud-Umzug.
Wichtig dabei: Abhängigkeiten und Wechselwirkungen nicht ignorieren.
3. Digitale Transformation:
Du willst das Unternehmen breiter weiterentwickeln. Vom Angebot bis zur Arbeitsweise.
Grössere Reise, aber mit deutlich mehr Wirkung.
Kein Weg ist „richtig“ oder „falsch. Entscheidend ist, dass du bewusst wählst, statt dich treiben zu lassen.
2. Orientierung: Die sieben Handlungsfelder
Die sieben Handlungsfelder sind wie Leitplanken. Sie sorgen dafür, dass du nicht nur am Prozess drehst oder ein neues Tool einführst, sondern das Gesamtbild im Blick behältst.
1. Kundenorientierung
Was erwarten deine Kundinnen und Kunden heute und morgen?
Ohne dieses Verständnis bleibt jede digitale Initiative ein Blindflug.
2. Neue Technologien
Technologie ist kein Selbstzweck. Aber du brauchst ein Gefühl dafür, welche Entwicklungen relevant sind, welche getestet werden sollten und wo Risiken (z. B. Cybersicherheit) entstehen.
3. Daten & Cloud
Ohne verlässliche Daten gibt es keine fundierten Entscheidungen.
Darum geht es erst um Ordnung: Datenübersicht, Konzepte, Qualität.
4. Strategien & Geschäftsmodelle
Was du heute anbietest, ist vielleicht in fünf Jahren nicht mehr gefragt.
Digitale Transformation bedeutet auch: Mut zum Hinterfragen.
5. Prozess-Management
Standardisierte, klare Prozesse sind die Basis für jede Automatisierung.
Kein Flow – keine Wirkung.
6. Moderne Arbeitswelt
Transformation funktioniert nur, wenn Menschen mitgehen: Führung, Kompetenzen, Zusammenarbeit.
7. Digitales Marketing
Digitale Kanäle sind heute entscheidend, um Märkte zu erreichen und Kundschaft zu binden.
Diese Felder helfen dir, Diskussionen zu strukturieren und Prioritäten sauber zu setzen.
3. Wie du die Strategie entwickelst: Zwei bewährte Methoden
Je nach Tempo, Team und Ausgangslage kannst du mit zwei Methoden arbeiten oder sie kombinieren.
Workshop-Canvas
Ein schlanker Ansatz, der schnell Klarheit schafft.
Im Team werden Ideen generiert, sortiert und priorisiert – entlang der sieben Handlungsfelder.
Gut geeignet, wenn du Bewegung willst und erste Handlungsfelder rasch sichtbar machen möchtest.
ACT-Methode (Analyse – Create – Transform)
Ein strukturierter, tiefer Prozess mit 24 Leitfragen und klaren Schritten.
Er eignet sich, wenn du ein ganzheitliches Bild brauchst oder komplexere Herausforderungen hast.
Der Unterschied?
Canvas bringt Tempo. ACT bringt Tiefe.
Beides kann wirksam sein – solange es zu deinem Unternehmen passt.











