Das Projekt: Konzeption des Zertifikationslehrgangs «KI in Business»
Centry Labs wurde beauftragt, den Lehrgang von Grund auf zu entwickeln. Das bedeutete: Keine Vorlage übernehmen, kein bestehendes Kursprogramm anpassen. Der Lehrgang wurde in enger Zusammenarbeit mit dem KBZ Zug neu konzipiert, der Kompetenzrahmen definiert, die Lernziele ausgearbeitet und die Modulstruktur aufgebaut.
Das Resultat ist ein Zertifikationslehrgang in zwei Stufen. Die Grundlagenmodule (A bis D) legen das Fundament: KI-Grundlagen und Chancen für Unternehmen, Governance und Recht in der KI-Praxis, Prompting und Produktivität in Text, Bild und Daten sowie Automatisierung und Low-Code-Lösungen. Wer das abschliesst, hat ein klares Verständnis davon, wie KI funktioniert, wo sie helfen kann und wo die Grenzen und Risiken liegen.
In den Spezialisierungsmodulen (E bis I) wählen Teilnehmende, wo sie vertiefen wollen: KI im Marketing, im Vertrieb und Kundenservice, im Personalwesen, im Finanzwesen oder in der Unternehmensstrategie. Die Module sind einzeln buchbar oder als Gesamtpaket – das schafft Flexibilität für unterschiedliche Berufsbilder und Vorkenntnisse.
Der Kurs setzt auf 9 Präsenztage (rund 72 Lektionen) plus 16 bis 20 Stunden Selbststudium. Zertifiziert wird in zwei Schritten: nach den Grundlagenmodulen und nach den Spezialisierungsmodulen. Wer den gesamten Lehrgang besteht, erhält den KBZ Zertifikatskurs «KI in Business Professional».
Die Rolle von Centry Labs
Centry Labs hat das gesamte KI-Lehrgangskonzept entwickelt: Den didaktischen Rahmen, den Handlungskompetenzplan mit neun Bereichen und insgesamt über 40 konkreten Lernzielen, die Modulstruktur, die Abschlusslogik sowie die Kursunterlagen in digitaler Form (Folien, Worksheets, Checklisten, Canvas-Vorlagen). Dabei war die enge Abstimmung mit dem KBZ Zug entscheidend: Didaktik, Inhalte, Struktur und Lernziele wurden iterativ gemeinsam abgestimmt und durch die Bildungsleitung formal abgenommen.
In die Entwicklung sind Erfahrungen aus KI-Schulungsprogrammen für KMU und öffentliche Einrichtungen eingeflossen. Das macht einen Unterschied: Wer weiss, wo Führungskräfte und Fachpersonen im betrieblichen Alltag wirklich feststecken, entwickelt andere Lernziele als jemand, der KI aus rein technischer Perspektive denkt. Der Kurs spricht keine Entwickler an, sondern Menschen, die KI nutzen wollen, ohne komplizierte und aufwändige Codes schreiben zu müssen.
Ein Meilenstein – und ein Startschuss
Mit dem Zertifikationslehrgang «KI in Business» baut das KBZ Zug sein KI-Weiterbildungsangebot gezielt aus: Als erster KBZ-spezifischer Zertifikationslehrgang zu diesem Thema ergänzt er das bestehende Angebot um ein praxisnahes, eigenständiges Format mit klarem Kompetenzrahmen und anerkanntem Abschluss.
Das bedeutet auch: Das KBZ Zug positioniert sich als Weiterbildungsinstanz, die auf Veränderungen am Arbeitsmarkt mit fundierten Angeboten reagiert. Die Zusammenarbeit mit Centry Labs hat dabei ermöglicht, externes KI-Know-how und didaktische Erfahrung direkt in ein massgeschneidertes Programm zu überführen, das zu den Ansprüchen und der Identität des KBZ passt.
Was dieser Entscheid wirklich bedeutet
Eine Bildungsinstitution, die einen neuen Zertifikationslehrgang lanciert, trifft keine leichte Entscheidung. Das Programm muss didaktisch halten, was es verspricht, den Marktbedürfnissen gerecht werden und zum Publikum passen. Das KBZ Zug hat das Thema KI nicht als Trend behandelt, der sich von selbst erledigt. Zusammen mit Centry Labs wurde ein Kurs aufgebaut, der das KI-Know-how eines spezialisierten Beratungsunternehmens mit der Bildungskompetenz und dem Qualitätsanspruch des KBZ verbindet.