Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt zu KI-Sichtbarkeit in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern

Miguel Schweiger
October 1, 2026
•
7
Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Viele Unternehmen fragen sich, warum KI-Systeme ihre Inhalte mal sauber aufgreifen und mal schief wiedergeben. Dem sind wir nachgegangen: Mit einem Innovationsscheck von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, haben wir die Hochschule Luzern mit einer Vorstudie beauftragt. Untersucht wurde, welche Darstellungsformen auf Webseiten zu korrekteren KI-Antworten führen. Centry Labs hat das Projekt initiiert und Aufbau, Testumgebung und Praxistransfer verantwortet. Der Kern: KI-Sichtbarkeit ist nicht nur eine Frage von Auffindbarkeit, sondern auch von inhaltlicher Präzision, Formatwahl und organisatorischer Umsetzung.

Warum KI-Sichtbarkeit nicht nur eine Marketing-Frage ist

Wenn ein KI-System dein Unternehmen erwähnt, heisst das noch lange nicht, dass die Antwort auch stimmt.

Genau diese Lücke stand im Zentrum des Forschungsprojekts «AI Visibility & Content Correctness», das Centry Labs als Forschungsprojekt gemeinsam mit der Hochschule Luzern erarbeitet hat. Die Ausgangsfrage war klar: Können Unternehmen durch die Art, wie sie Inhalte auf ihrer Website aufbereiten, beeinflussen, ob KI-Systeme korrekte Antworten geben?

Für uns war das keine theoretische Frage. Wer mit KMU und öffentlichen Organisationen arbeitet, sieht schnell: Falsche oder unklare KI-Antworten haben direkte Folgen. Sie verzerren Leistungsversprechen, verkürzen komplexe Angebote und schaffen Unsicherheit dort, wo eigentlich Vertrauen entstehen sollte.

Darum hat uns das Projekt von Anfang an interessiert. Nicht als Beobachter am Rand, sondern als aktiver Praxispartner.

Welche Rolle Centry Labs im Forschungsprojekt übernommen hat

Das Projekt wurde von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, als Innoscheck Forschungsprojekt gefördert und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern wissenschaftlich umgesetzt. Centry Labs hat die operative Brücke in die Praxis gebaut.

Unsere Aufgabe begann schon früh bei der Frage, wie sich die Forschungsfragen so aufsetzen lassen, dass daraus später nicht nur ein Bericht entsteht, sondern auch nutzbare Empfehlungen für Unternehmen.

 Konkret ging es insbesondere um die Sicherstellung des Praxisbezugs unter Berücksichtigung der folgenden Punkte:

  • Mitdenken bei Aufbau und Zuschnitt des Projekts
  • Unterstützung beim Transfer der Forschungsfrage in testbare Praxis-Szenarien
  • Aufbau und Umsetzung von Testseiten mit unterschiedlichen Content-Formaten
  • Mitarbeit bei der Frage, wie sich Resultate später in einen Umsetzungsweg für Unternehmen übersetzen lassen
  • Mithilfe bei der Evaluation der Resultate

Um die Forschungsresultate praxistauglich zu machen, legten wir besonderen Wert auf die Aufbereitung der Landing Pages. Dabei haben wir unterschiedliche Darstellungsformen aufgebaut und geprüft, damit sichtbar wird, wie verschiedene KI-Systeme auf FAQ-Strukturen, Fliesstext, Tabellen und weitere Formate reagieren.

Das war für uns zentral. Denn Unternehmen brauchen keine abstrakte Diskussion darüber, dass Content wichtig ist. Sie brauchen Antworten auf eine viel konkretere Frage: Welche Form der Darstellung hilft, damit KI-Systeme Informationen sauber aufnehmen und wiedergeben?

Was die KI-Sichtbarkeits-Studie sichtbar gemacht hat

Ein starker Befund aus dem Projekt: Die Form der Inhalte macht einen Unterschied.

Für die Veranstaltung vom 3. November wurde ein Studienblock vorbereitet, der genau diese Erkenntnisse zugänglich macht. Die bisherigen Resultate zeigen ein klares Bild:

  • ChatGPT reagiert stark auf FAQ-Formate
  • Gemini verarbeitet Fliesstext besonders gut
  • Claude wirkt über verschiedene Formate hinweg stabil
  • Tabellen schneiden im Vergleich schwächer ab

Das ist für Unternehmen relevant, weil es den Blick verändert. Die Frage lautet nicht nur: Welche Informationen stehen auf der Website? Die Frage lautet auch: In welcher Form stehen sie dort?

Sobald KI-Systeme Inhalte interpretieren, zählen nicht nur Fakten, sondern auch Struktur, Reihenfolge und Darstellungslogik.

Warum uns der Praxistransfer beschäftigt

Genau hier lag unser Schwerpunkt im des Forschungsprojekts. Forschung wird für Unternehmen erst dann wertvoll, wenn aus Resultaten Entscheidungen werden. Darum haben wir nicht nur auf die Studienergebnisse geschaut, sondern auf die nächste Frage: Wie bringst du diese Erkenntnisse in deine Organisation?

Denn selbst wenn klar ist, dass FAQ-Strukturen in einem Modell besser funktionieren und Fliesstext in einem anderen, bleibt im Alltag einiges offen:

  • Wer priorisiert die betroffenen Seiten?
  • Wer entscheidet, welche Inhalte zuerst angepasst werden?
  • Wer prüft, ob die neue Darstellung auch in der Praxis trägt?
  • Und wer sorgt dafür, dass das Thema nicht nach einem Workshop wieder verschwindet?

Aus unserer Sicht ist KI-Sichtbarkeit kein Einmalprojekt. Es braucht Zuständigkeiten, klare Review-Schritte und einen Ablauf, der Marketing, Fachbereich und Technik zusammenbringt. Genau an dieser Stelle konnte Centry Labs im Forschungsprojekt mittragen: nicht nur bei der Frage nach dem Content, sondern bei der Frage nach der Umsetzung.

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Willst du KI-Sichtbarkeit in deiner Organisation greifbar machen?

Wir zeigen dir, wie du aus Studienergebnissen einen klaren Fahrplan für Content, Zuständigkeiten und Review-Schritte ableitest.

Miguel Schweiger
Managing Partner
Verlauf im Dunkelblau bis Lila mit einem subtilen, gepunkteten Wellenmuster im Hintergrund.

Was Unternehmen aus dem Forschungsprojekt zu KI-Sichtbarkeit mitnehmen können

Für uns lassen sich schon jetzt drei praktische Punkte ableiten.

Erstens: Wer für KI-Systeme sichtbar sein will, muss Inhalte nicht nur publizieren, sondern bewusst strukturieren.

Zweitens: Unterschiedliche Modelle reagieren unterschiedlich. Es reicht also nicht, eine Seite einmal zu überarbeiten und das Thema dann abzuhaken.

Drittens: Ohne klare Verantwortlichkeiten bleibt KI-Sichtbarkeit Stückwerk. Gute Inhalte allein genügen nicht, wenn niemand die Pflege, Prüfung und Weiterentwicklung übernimmt.

Gerade für KMU ist das entscheidend. Nicht weil jedes Unternehmen ein Forschungsteam braucht. Sondern weil viele schon mit wenigen gezielten Anpassungen bessere Voraussetzungen schaffen können.

Resultat-Vorstellung am November Anlass der Hochschule Luzern zum Thema "KI-Sichtbarkeit: Wird Ihre Marke von KI gefunden?"

Die detaillierten Resultate unseres Innosuisse Forschungsprojekts werden am 3. November 2026 im Rahmen des HSLU-Anlasses zum Thema "KI-Sichtbarkeit: Wird Ihre Marke von KI gefunden?" am IFZ in Rotkreuz vorgestellt. Hier erfährst du mehr über das Programm und findest die Online Anmeldung des Events.

Für uns ist der Anlass mehr als ein Ergebnis-Update. Er zeigt, wie Forschung und Praxis zusammenspielen können. Genau das macht diese Zusammenarbeit mit Sophie Hundertmark und der Hochschule Luzern für uns so wertvoll.

Centry Labs war Teil eines Projekts, das nicht bei allgemeinen Aussagen stehenbleibt. Es geht um belastbare Beobachtungen, konkrete Unterschiede zwischen Modellen und die Frage, wie Unternehmen daraus einen gangbaren Weg für ihre eigene Website ableiten.

Wir werden am Event nicht nur über Resultate sprechen, sondern auch über den Umsetzungsweg dahinter. Also darüber, wie aus einer Forschungsfrage ein handhabbarer Arbeitsmodus wird.

Unser Fazit aus dem KI-Sichtbarkeits-Forschungsprojekt

Für Centry Labs war dieses Forschungsprojekt eine starke Form der Zusammenarbeit: wissenschaftlich geführt, praxisnah aufgesetzt und mit direktem Bezug zu Fragen, die Unternehmen schon heute beschäftigen.

Die Zusammenarbeit mit Sophie Hundertmark und der Hochschule Luzern hat gezeigt, wie viel entsteht, wenn Forschung und operative Umsetzung früh zusammengedacht werden. Genau darin lag unser Beitrag: mittragen, mitbauen, mitübersetzen.

Wenn du verstehen willst, wie KI-Sichtbarkeit über Struktur, Format und organisatorische Verantwortung gesteuert werden kann, lohnt sich der Blick auf dieses Projekt.

Und wenn du wissen willst, wie sich solche Erkenntnisse auf deine Inhalte übertragen lassen, dann wird der 3. November ein spannender Termin.

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Miguel Schweiger
Managing Partner
Miguel begleitet KMU und öffentliche Organisationen als Sparringspartner bei Digitaler Transformation & KI. Als Mitgründer von Centry Labs übersetzt er Trends in konkrete Anwendungen: klare Roadmaps, realistische Business Cases, schnelle Umsetzung und Trainings, die Teams befähigen. Nebenbei doziert er an HSLU und KBZ praxisnah und wirkungsorientiert.

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