AI-First Framework: So gelingt KI-Kultur im KMU
«Wir wollen etwas mit KI machen, wissen aber nicht, wo wir anfangen sollen.» Diesen Satz hören wir bei Centry Labs in fast jedem Erstgespräch. Meistens dreht sich das Gespräch danach um das passende Tool. Dabei liegt die eigentliche Frage woanders: Welche Prozesse sollen durch KI unterstützt werden, und wie werden die Mitarbeitenden von Anfang an einbezogen?
Genau an diesem Punkt setzt das neue Whitepaper von Centry Labs an, das AI-First Framework. Verfasst hat es unser Managing Partner Roger Thalmann, auf Basis seines Transferberichts im CAS Leadership für Fortgeschrittene an der Berner Fachhochschule. Wir setzen das Framework mittlerweile selbst in unserer Beratung ein und stellen es nun allen Führungskräften zur Verfügung, die eine KI-Kultur aufbauen wollen. Unabhängig davon, ob sie das mit uns tun oder auf eigene Faust.
Das Muster hinter gescheiterten KI-Projekten
Die Zahlen zeichnen ein klares Bild. 82 Prozent der Schweizer Beschäftigten haben bereits praktische Erfahrung mit KI gesammelt. Auf Unternehmensebene sieht es anders aus: Nur 9 Prozent der Schweizer KMU setzen KI systematisch ein, 37 Prozent nutzen sie gar nicht. Das individuelle Interesse ist also hoch, die organisationale Verankerung fehlt.
Das Whitepaper macht deutlich, dass dieses Muster kein Zufall ist. Vielversprechende KI-Projekte scheitern selten an der Technologie. Sie scheitern daran, dass die Organisation nicht bereit ist, sie über die Pilotphase hinaus zu skalieren. Dazu kommt ein Vertrauensproblem: Viele Mitarbeitende fürchten, durch KI ersetzt zu werden, und verstehen die Technologie zu wenig. Führungskräfte wiederum bleiben oft im operativen Alltag hängen, statt KI für strategische Entscheidungen zu nutzen.
Kurz gesagt: Viele KMU versuchen, eine neue Technologie mit den Denkmustern von gestern zu steuern. Das Whitepaper zeigt, weshalb das nicht aufgeht, und was stattdessen nötig ist.
Zwei Modelle, ein Framework
Statt eine neue Methode zu erfinden, kombiniert das AI-First Framework zwei bewährte Ansätze aus dem Change Management. Kotters 8-Stufen-Modell gibt die Reihenfolge vor: Es beschreibt, welche Schritte eine Führungsperson wann einleiten muss, damit Veränderung nachhaltig wirkt. Das ADKAR-Modell ergänzt die individuelle Seite. Während Kotter zeigt, was eine Führungskraft in jeder Phase tut, macht ADKAR sichtbar, was gleichzeitig im Kopf jeder einzelnen Person passieren muss: Bewusstsein, Bereitschaft, Wissen, Können und Verankerung.
Diese Kombination ist im Whitepaper kein theoretischer Selbstzweck. Sie liefert die Struktur für acht konkrete Stufen, verteilt auf drei Phasen: Klima für den Wandel schaffen, den Wandel ermöglichen und den Wandel verankern. Jede Stufe wird im Whitepaper mit der zugrunde liegenden Logik, dem typischen Widerstand aus der Praxis und einer konkreten Handlungsanleitung beschrieben.














