AI-First Framework: So gelingt KI-Kultur im KMU

Roger Thalmann
July 15, 2026
6
Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Viele Schweizer KMU wollen mit Künstlicher Intelligenz arbeiten, wissen aber nicht, wo sie ansetzen sollen. Das neue Whitepaper von Centry Labs, das AI-First Framework, zeigt, warum KI-Projekte selten an der Technologie scheitern und fast immer an der Kultur. Basierend auf den Modellen von Kotter und ADKAR beschreibt es acht Stufen, mit denen Führungskräfte KI nicht nur einführen, sondern in ihrer Organisation verankern. Dieser Beitrag fasst zusammen, was im Whitepaper steckt und wieso sich das Lesen lohnt.

82 %

der Schweizer Beschäftigten haben bereits praktische KI-Erfahrung.

9%

der Schweizer KMU setzen KI systematisch ein.

37%

nutzen KI überhaupt nicht.

AI-First Framework: So gelingt KI-Kultur im KMU

«Wir wollen etwas mit KI machen, wissen aber nicht, wo wir anfangen sollen.» Diesen Satz hören wir bei Centry Labs in fast jedem Erstgespräch. Meistens dreht sich das Gespräch danach um das passende Tool. Dabei liegt die eigentliche Frage woanders: Welche Prozesse sollen durch KI unterstützt werden, und wie werden die Mitarbeitenden von Anfang an einbezogen?

Genau an diesem Punkt setzt das neue Whitepaper von Centry Labs an, das AI-First Framework. Verfasst hat es unser Managing Partner Roger Thalmann, auf Basis seines Transferberichts im CAS Leadership für Fortgeschrittene an der Berner Fachhochschule. Wir setzen das Framework mittlerweile selbst in unserer Beratung ein und stellen es nun allen Führungskräften zur Verfügung, die eine KI-Kultur aufbauen wollen. Unabhängig davon, ob sie das mit uns tun oder auf eigene Faust.

Das Muster hinter gescheiterten KI-Projekten

Die Zahlen zeichnen ein klares Bild. 82 Prozent der Schweizer Beschäftigten haben bereits praktische Erfahrung mit KI gesammelt. Auf Unternehmensebene sieht es anders aus: Nur 9 Prozent der Schweizer KMU setzen KI systematisch ein, 37 Prozent nutzen sie gar nicht. Das individuelle Interesse ist also hoch, die organisationale Verankerung fehlt.

Das Whitepaper macht deutlich, dass dieses Muster kein Zufall ist. Vielversprechende KI-Projekte scheitern selten an der Technologie. Sie scheitern daran, dass die Organisation nicht bereit ist, sie über die Pilotphase hinaus zu skalieren. Dazu kommt ein Vertrauensproblem: Viele Mitarbeitende fürchten, durch KI ersetzt zu werden, und verstehen die Technologie zu wenig. Führungskräfte wiederum bleiben oft im operativen Alltag hängen, statt KI für strategische Entscheidungen zu nutzen.

Kurz gesagt: Viele KMU versuchen, eine neue Technologie mit den Denkmustern von gestern zu steuern. Das Whitepaper zeigt, weshalb das nicht aufgeht, und was stattdessen nötig ist.

Zwei Modelle, ein Framework

Statt eine neue Methode zu erfinden, kombiniert das AI-First Framework zwei bewährte Ansätze aus dem Change Management. Kotters 8-Stufen-Modell gibt die Reihenfolge vor: Es beschreibt, welche Schritte eine Führungsperson wann einleiten muss, damit Veränderung nachhaltig wirkt. Das ADKAR-Modell ergänzt die individuelle Seite. Während Kotter zeigt, was eine Führungskraft in jeder Phase tut, macht ADKAR sichtbar, was gleichzeitig im Kopf jeder einzelnen Person passieren muss: Bewusstsein, Bereitschaft, Wissen, Können und Verankerung.

Diese Kombination ist im Whitepaper kein theoretischer Selbstzweck. Sie liefert die Struktur für acht konkrete Stufen, verteilt auf drei Phasen: Klima für den Wandel schaffen, den Wandel ermöglichen und den Wandel verankern. Jede Stufe wird im Whitepaper mit der zugrunde liegenden Logik, dem typischen Widerstand aus der Praxis und einer konkreten Handlungsanleitung beschrieben.

Bereit, KI in deinem Unternehmen zu verankern?

Lies das vollständige AI-First Framework und finde heraus, wo dein Unternehmen im Prozess steht.

Roger Thalmann
Managing Partner
Verlauf im Dunkelblau bis Lila mit einem subtilen, gepunkteten Wellenmuster im Hintergrund.

Warum sich das Lesen lohnt

Wer das Whitepaper liest, bekommt mehr als eine Zusammenfassung von Studien. Jede der acht Stufen ist mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung hinterlegt: vom kostenlosen KI-Readiness-Check über den Aufbau einer Führungskoalition bis zur Verankerung von KI-Kompetenzen in Stellenbeschreibungen und Leistungsbeurteilungen. Dazu kommt der typische Widerstand, dem Führungskräfte in jeder Phase begegnen, und wie sie konkret darauf reagieren.

Das Whitepaper enthält ausserdem Arbeitsblätter, mit denen sich der eigene Standort bestimmen lässt. Denn nicht jedes Unternehmen startet bei Stufe eins. Wer bereits eine Vision entwickelt hat, aber an fehlenden Ressourcen scheitert, setzt woanders an als ein Unternehmen, das noch am Anfang steht. Genau diese Unterscheidung macht den Unterschied zwischen einem generischen Leitfaden und einem Werkzeug, das sich tatsächlich im eigenen Betrieb anwenden lässt.

Auffällig ist zudem, wie konsequent das Whitepaper zwischen Führungsaufgabe und Technikprojekt trennt. Die AI-Champions in jeder Abteilung werden nach Glaubwürdigkeit bestimmt, nicht nach Technikaffinität. Die Führungskoalition wird bewusst mit Führungspersonen besetzt statt mit IT-Spezialisten. Diese Entscheidungen senden ein klares Signal: KI-Adoption ist Führungssache.

Eine Frage, die bleibt

Das Fazit des Whitepapers lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Schweizer KMU scheitern bei der KI-Adoption selten an der Technologie, sondern an der Kultur. Fehlende Dringlichkeit, strukturelle Barrieren und mangelnde Befähigung verhindern, dass KI-Potenziale tatsächlich in der Breite wirksam werden.

Wer als Führungskraft eines KMU vor der Frage steht, wie KI im eigenen Unternehmen Fuss fassen soll, findet im AI-First Framework einen strukturierten Ausgangspunkt. Nicht als fertige Lösung, sondern als Landkarte, die zeigt, wo man selbst steht und wo der nächste sinnvolle Schritt liegt.

Das vollständige Whitepaper mit allen acht Stufen, den Praxisbeispielen und den Arbeitsblättern für den Selbstcheck findest du hier: AI-First Framework herunterladen.

Roger Thalmann
Managing Partner
Roger begleitet KMU und öffentliche Organisationen bei der pragmatischen Umsetzung ihrer Digitalstrategie. Als Mitgründer von Centry Labs liegt sein Fokus auf Prozessdigitalisierung, operativer Effizienz und der Einführung von KI als Enabler. Mit über 12 Jahren Führungserfahrung im Marketing und Operations übersetzt er komplexe Transformationen in greifbare Resultate, die Organisationen nachhaltig stärken.

Immer einen Schritt voraus.

Erhalte praxisnahe Impulse, hilfreiche Tools und aktuelle Trends zur digitalen Transformation direkt in dein Postfach. Klar und verständlich.

Mit Deiner Anmeldung stimmst Du unserer Datenschutzerklärung zu.
Danke! Deine Anmeldung war erfolgreich.
Wir senden Dir gleich eine E-Mail zur Bestätigung Deiner Anmeldung.
Ups! Ein Fehler ist aufgetreten.
Adresse
Schochenmühlestrasse 6, 6340 Baar
Kontakt
Telefon: +41 41 508 29 32
Mail: hello@centry-labs.com
© Centry Labs GmbH. Alle Rechte vorbehalten.